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Best of 2022: Unsere Favoriten des Jahres

Und schon ist 2022 wieder vorbei. Ein Jahr, das sowohl für die Musikbranche als auch für uns bei dotted note sehr ereignisreich war. Live-Events sind endlich wieder zum Leben erwacht, wir haben unsere Redaktion erweitert und eine neue Website an den Start gebracht. Diesen Zeitpunkt nutzen wir, um auf die musikalischen Highlights des Jahres zurückzublicken. Macht euch bereit für unsere liebsten Songs, Alben, EPs und Newcomer*innen 2022.

dotted note Jahresrückblick
 

Unsere Lieblingssongs


Sweed - Stuck

Mit "Stuck" hat Sweed einen Song geschrieben, der auch beim hundertsten Hören noch nicht nervt. "Stuck" handelt vom lästigen Alltagstrott, dem Versacken in den immer selben Strukturen. Fast antithetisch zur Thematik überschäumt der Song nur so vor Lebensfreude und motiviert beschwingt zum Neustart. Die energetische Gitarre, die eingängige Melodie und die Backing-Vocals machen den Serotonin-Boost perfekt. (Kaja)



AURORA - Cure For Me

Während die meisten Songs der norwegischen Sängerin AURORA eher ruhiger und melodisch sind, liefert sie mit "Cure For Me" ein tanzbaren und gleichzeitig thematisch starken Song. Sie singt von Selbstakzeptanz und Homophobie - die Message: dass jede*r gut so ist, wie er oder sie eben ist und es dafür kein "Heilmittel" braucht. (Annika)



Current Joys - Cooking

E-Gitarre, Schlagzeug, ein paar Worte. Das ist so ziemlich alles, was der Song "Cooking" von Current Joys hat, aber auch alles was er braucht, um zu überzeugen. Mit nur ein paar einzelnen Zeilen lesen sich die Lyrics fast wie ein Gedicht, bei dem jeder für sich selbst interpretieren kann, was dahinter steckt. Ein Song, der an eine Reise erinnert, die man nie gewagt hat, an eine Person, die man nie getroffen hat. (Luisa)


 

Unsere Lieblingsalben


Betterov - Olympia

Ehrlich, echt und herrlich pessimistisch. Betterov erzählt auf Olympia von den düsteren Momenten im Leben. Er kehrsie nicht unter den Teppich, sondern holt sie extra für seine Zeilen hervor. Er beschreibt hässliche Szenen in einer abgebrühten Schönheit, sodass sie fast wieder romantisch wirken. Die wütenden Gitarrenriffs und Betterovs raue Stimme gefüllt von Weltschmerz machen sein Debütalbum zu einem intensiven Erlebnis, bei dem man nicht nur einmal über die lyrische Ausgeklügeltheit staunt. (Kaja)



Stromae - Multitude

Nachdem sich der Musiker Stromae viele Jahre zurückgezogen hat, kehrte er 2022 mit seinem Album Multitude zurück. Angekündigt wurde dies mit einer überwältigenden Performance im französischen Fernsehen, als er im Interview auf eine Frage mit dem Song "L'enfer" (die Hölle) antwortete und dabei direkt in die Kamera sah. Die Platte behandelt schwere Themen wie seine Depression, Suizidgedanken oder die Beziehung zu seinem Sohn, hat aber gleichzeitig einen tanzbaren Sound und Textzeilen, die im Kopf hängen bleiben. Insgesamt ein vielschichtiges Album, das nachdenklich sowie hoffnungsvoll stimmt. (Annika)



The 1975 - Being Funny In A Foreign Language

The 1975: Die Band, die jedes Album mit dem gleichnamigen Song beginnt, der den Vibe der neuen Ära festlegt, hat 2022 ein weiteres Nummer-Eins-Album herausgebracht. Eins, das auch bei mir ganz oben gelandet ist. Die Lyrics, die Instrumente und der Sound lassen einen so schnell nicht mehr los. Die Ära, die The 1975 mit Being Funny In A Foreign Language angestimmt hat, dreht sich eindeutig um die Liebe. Wer also wissen möchte, wie es sich in den Achtzigern anhörte verliebt zu sein, dem empfehle ich dieses Album. (Luisa)


 

Unsere Lieblings-EPs


Philine Sonny - Lose Yourself

Wir haben sie hier schon oft erwähnt, aber man kann es nicht oft genug sagen: Philine Sonny hat eine steile Karriere vor sich. Mit den sieben Songs ihrer Debüt-EP Lose Yourself beweist sie ihr Talent für atmosphärischen Indie inklusive choruslastigen Gitarren, treibenden Drums und Saxophon-Solos, zwischen denen genug Platz für die schlichten Momente im Singer-Songwriter-Style bleibt. Mit ihrer weichen Stimme entführt Philine in ihre Gefühlswelt und trifft damit den Nerv aller verlorenen Seelen. (Kaja)



Apsilon - 32 Zähne EP

Arda aka Apsilon hat mit seiner 32 Zähne EP Deutschrap bereichert. Während die gängigen Deutschrap Hits eher alle dem gleichen Schema folgen, äußert er klar seine Meinung und behandelt gesellschaftskritische Themen. In "Lauf Weg" rappt er von rassistischer Polizeigewalt, in "Problem" über strukturellen Rassismus und in "Druck" von der Last, die als aktivistischer Enkel von Gastarbeiter*innen in Deutschland mit einhergeht. Zwei Features - Wa22ermann und XAVER - finden sich ebenso auf der EP. Mit seiner Musik gibt der Berliner anderen Kindern aus Gastarbeiterfamilien und Menschen, die ähnliches erlebt haben, eine neue Stimme. (Annika)



Benjamin Amaru x Wolfskind - loners

Benjamin Amaru und Wolfskind haben sich zusammengetan und die wunderbare EP loners kreiert. Getragen wird sie von Benjamins warmer, einfühlsamer Stimme. loners zeigt mit vier Songs wie sich Verletzlichkeit anhören kann. Wenn man die Augen schließt, verliert man sich sofort in den gefühlvollen Klängen. (Luisa)


 

Die vielversprechendsten Newcomerinnen


UCHE YARA

UCHE YARAs Spotify-Profil ist leer. Die 19-jährige Multiinstrumentalistin aus Österreich hat zwar noch keinen einzigen Song veröffentlicht - ich bin mir trotzdem sicher, dass sie in eine goldene Zukunft blickt. Denn einen kleinen Einblick, auf das was uns erwartet, bekommt man bereits auf ihrer Website. Das allererste Konzert spielte UCHE YARA direkt als Support-Act für Bilderbuch, worauf sie anschließend bei den Beatsteaks, Marc Rebilet, den Parcels und sogar bei den Rolling Stones auftreten durfte. Ihr experimenteller, abwechslungsreicher Sound lässt uns gespannt darauf warten, worauf wir uns im nächsten Jahr freuen dürfen. (Kaja)



maïa

Die Künstlerin maïa erschien im November zum ersten Mal mit ihrem melancholischen Song "tristesse" auf der Bildfläche der deutschen Indie-Pop-Landschaft. Ihre gefühlvolle Stimme begleitet uns durch eine (Zug)fahrt voller Melancholie und Sehnsucht. Produziert wurde "tristesse" von Ismail Erol und Maximilian Grimmer - letzterer hat bereits mit Künstler*innen wie badmómzjay oder Monet192 zusammengearbeitet. Im Januar erscheint die nächste Single mit dem Titel "nie mehr zurück" - wir hoffen auf weitere Releases im nächsten Jahr. (Annika)



Dilla

Die Sängerin und Produzentin ist nach Berlin gezogen, um dort ihr eigenes Ding durchzuziehen. Ihr Ding ist: Schnelle Beats mit synthetischen Sounds im Kontrast zu einer sanften Stimme. Dillas Kunst liegt darin, ein Soundbild aus Klängen zu schaffen, von denen man nicht erwartet, dass sie gemeinsam funktionieren. Aber es funktioniert. Mit Songs wie "photosynthese", "unter ihrem dress" und "Avenue" erweitert Dilla den musikalischen Horizont. Dieses Jahr war die Künstlerin als Vorband von Kraftklub unterwegs, bereits 2023 geht sie mit ihren Songs selbst auf Tour. (Luisa)



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